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Auguri 2005

Auguri 2005
Auguri 2005

2004, the year as seen by the farmer’s dog. An attempt at preventing the farmer to air his laments all over again.

A dogs life! Is it really as bad as some non-dogs tend to say? Oh well, even dogs probably have to survive good and bad patches.

The clan elders throughout the year continued tending what they call the farm, working around the house or on the land, knitting and weaving, at times organising others to help them with certain tasks.

Then one day they brought home this little thing, which they told me was a puppy, putting it down in front of me, and asking me (telling me?) to be nice to it. They called it Lara, and told me that this was now part of the clan. Little did I know then, I actually wonder whether they did, that soon this thing would be bigger and faster than me, stealing my bones and hiding them in the garden, and up to all other sorts of nonsense that I’m not allowed to do.

Most of the time the clan elders appear to be quite content with their lives. But then there are days when they talk about everything being a disaster, country life being tougher than city life, and the like. I can’t always follow this, as for me life is always the same and nearly always good. I get my food, my bones, I can sleep in my bed or on the sofa, regardless of whether or not their lives are tough or not. That there can be problem days became clear even to me the day the clan’s eldest left with the tractor and trailer to bring a load of olives to what he calls the mill, naturally leaving me behind. When he returned, much later than I would have expected, he was covered from head to toe in something gooey that he referred to as hydraulic oil. On the way back from the mill a piece of hose had apparently developed a leak and sprayed a good 30 litres of this stuff all over the driver, tractor and trailer full of empty olive boxes. All his clothes had to be washed and for a couple of days he was in really bad form because he had to clean the vehicle and boxes to make everything useable again for the next load of olives. Why the hell should they pick them at all?

And then there are these bloody creatures they call alpacas, or pacas, which I am not allowed to go near, because I caught one one day and tried to show it who the real boss is. From time to time they have to be shorn, apparently to make sure that they don’t sweat to much in the summer, and to keep Esther in wool and work during the year. The man that does the shearing is called a shearer. Strangely enough the same thing sometimes happens to the chief, in his case Esther is the shearer, and strangely enough the wool is immediately thrown away. Usually all the affected creatures seem to be rather unhappy about the procedure and the result and one can hear their laments „who in god’s name has done this to me?“. I’m really glad that my hair remains short all the time, befitting a boss dog.

And then there is Michael, whom I refer to as Red Mike, who appears often on TV with a big bottle of bubbly. Whenever this happens Esther opens one as well and quenches her thirst like Red Mike, whom she likes only because of this.

And then they find more reasons to lament, this year e.g. because most of the paca babies, which they call crias, happened to be boys, what’s wrong with boys I ask, and because they didn’t manage to grow a single decent pumpkin, who wants pumpkins after all I ask. And then they grew this passion flower, why the hell did they not grow a passion fruit instead I ask. And then they lament because it’s too wet, and before you know it because it’s too dry, too hot, too cold, and on, and on. Why? I don’t care, when it’s too hot I lie in the shade, when it’s too wet I stay inside, there is, after all, always a way too keep comfy.

Some of the things I have told you about you can see on the picture they prepared. The only one that looks really good in it is me, and in closing I can say that a dog’s life on Poggio Piero is not that bad after all. But, did my story really prevent the farmer from airing his laments?

With best wishes for the festive season and for next year (with hopefully a plenty full supply of bones), also from Esther, Cita, Lara, René, and presumably a few others,

Yours, with a growl and a snore, Pancho.

 


2004, das Jahr aus Sicht des Bauern Hundes, oder ein Versuch, den Bauern daran zu hindern, immer wieder sein Klagelied anzustimmen.

Ein Hundeleben! Ist es wirklich so schlimm wie einige Nicht-Hunde immer sagen? Auch Hunde müssen wohl gute und schlechte Zeiten überstehen.

Das ganze Jahr über bewirtschafteten die Sippenältesten was sie als ihre Farm bezeichnen, arbeiteten im und ums Haus oder auf den Feldern, strickten und webten, manchmal andere organisierend um ihnen bei gewissen Aufgaben zu helfen.

Eines Tages brachten sie dieses kleine Ding nach Hause, sagten mir dies sei ein Welpe, setzten es vor mich auf den Boden, und baten mich (befahlen mir?) nett mit ihm zu sein. Sie nannten es Lara und sagten mir, dass es nun zur Sippe gehöre. Es war mir damals nicht bewusst, und ich frage mich, ob es ihnen war, dass dieses kleine Ding in Bälde grösser und schneller sein würde als ich, sich an meinen Knochen vergreifen und sie im Garten verstecken würde, und auch sonst allerlei Unfug anstellen würde, der mir streng verboten ist. Wer führt nun wirklich ein Hundeleben?

Die meiste Zeit scheinen die Sippenältesten recht zufrieden mit ihrem Leben zu sein. Es gibt aber Tage an denen sie Alles als Katastrophe bezeichnen, dass das Landleben härter sei als das Stadtleben, und dergleichen. Ich kann dem nicht immer folgen, für mich ist das Leben immer gleich und fast immer gut. Ich bekomme mein Futter, meine Knochen, ich kann in meinem Bett oder auf dem Sofa schlafen, unabhängig davon ob ihr Leben hart oder nicht hart ist. Dass es Problemtage geben kann wurde aber sogar mir an jenem Tag klar, an dem der Sippenälteste sich mit Traktor und Anhänger auf den Weg machte um eine Ladung Oliven zur Mühle zu fahren, mich natürlich zurücklassend. Als er, viel später als ich es erwartet hätte, zurückkam war er von Kopf bis Fuss mit etwas zähflüssigem bedeckt, das er als Hydrauliköl bezeichnete. Auf dem Heimweg von der Mühle sprang ein Stück Schlauch ansecheinend ein Leck und ergoss gut 30 Liter dieses Stoffes über den Fahrer, den Traktor und den Anhänger voller leerer Olivenkisten. All seine Kleider mussten gewaschen werden und für ein paar Tage war er in wirklich miserabler Laune, da er die Vehikel und all die Kisten waschen musste, damit sie wieder für den Fortgang der Ernte einsatzfähig waren. Warum bestehen die überhaupt darauf, diese Früchte zu pflücken?

Und dann sind da diese verdammten Kreaturen, die sie Alpacas, oder Pacas, nennen, denen ich mich nicht nähern darf, nur weil ich mal eines gepackt habe um ihm zu zeigen, wer hier wirklich der Boss ist. Von Zeit zu Zeit müssen die geschoren werden, scheinbar um sicher zu gehen, dass sie im Sommer nicht zu stark schwitzen, und natürlich um Esther mit Wolle und Arbeit zu versorgen. Der Mann, der die Tiere schert, ist ein Scherer. Seltsamerweise geschieht dasselbe manchmal auch dem Chef, in seinem Fall ist allerdings Esther der Scherer, und die Wolle wird sofort weggeschmissen. Die meisten der betroffenen Kreaturen scheinen eher unglücklich über die Prozedur und deren Resultate zu sein und man hört dann ihre Klage „Wer in Gottes Namen hat mir das angetan?“ Ich bin wirklich froh, dass mein Haar immer kurz bleibt, so wie es sich eben für einen Bosshund gehört.

Und dann ist da der Michael, den ich Red Mike nenne, der oft am Fernsehen erscheint, mit einer grossen Flasche Schaumwein. Jedesmal öffnet dann auch Esther eine und löscht sich den Durst wie der Red Mike, den sie allerdings nur darum gern hat.

Und dann finden sie noch mehr Gründe um sich zu beklagen. Dieses Jahr z.B. weil die meisten der Alpakajungen, welche sie Crias nennen, Buben waren. Was stimmt denn nicht mit Buben? Und dann weil es ihnen nicht gelang, einen einzigen anständigen Kürbis zu züchten. Ich frage mich, wer will denn überhaupt Kürbisse. Und dann gelang ihnen die Zucht dieser Passionsblume, und ich frage mich, warum sie eigentlich keine Passionsfrucht züchteten. Und dann beklagen sie sich weil es zu trocken ist, und im Handumdrehen weil es zu feucht ist, dann zu heiss, zu kalt, und soweiter, und weiter………. Warum? Mir macht das alles nichts aus. Ist es zu heiss lege ich mich in den Schatten, ist es zu feucht bleibe ich im Haus, und überhaupt finde ich immer eine Lösung, um mich komfortabel zu fühlen.

Einige der Dinge, von denen ich Euch berichtet habe, seht Ihr auf dem Bild, das sie gemacht haben. Der einzige darauf der wirklich gut aussieht bin ich, und abschliessend kann ich sagen, dass ein Hundeleben auf Poggio Piero wirklich nicht das Letzte ist. Ist es mir aber gelungen, den Bauern am Anstimmen seines Klageliedes zu verhindern?

Mit den besten Wünschen für die Festtage und fürs neue Jahr (hoffentlich mit Bergen von Knochen), auch von Esther, Chita, Lara, René, und vermutlich einigen mehr

Herzlichst, mit einem (lieben) Knurren und einem Schnarch, Pancho.

About The Author

Moritz

Photographer and some time publisher - or is it the other way around? Often seen around east london and further afield (Italy) with main man Rudy the bulldog @Rudybulldog (keeps me sane), love cycling, F1 (increasingly less so) and Liverpool fan but don't hold that against me.

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